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Oire Querfront

„Na ihr Freaks ! In Belzig tobt bald die Grauzone !“

OI Back in Town!

Am 7. Mai 2010 fand in der Diskothek „Flash“ in Belzig eine Veranstaltung unter dem Motto „OI Back in Town“ statt. Das Skinhead Konzert mit Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet wurde durch zwei jugendliche Skinheads aus Belzig organisiert. Wo ist das Problem, werdet ihr euch nun fragen? Die Bands „Iron Fist“ und „Mummy´s Darlings“ sind der rechten Szene zuzuordnen oder bezeichnen sich selbst als „rechtsoffen“. Gerade die Gruppe Iron Fist beteiligte sich an einem Sampler namens „reclaim the game“ mit eindeutig der Naziszene zugehörigen Bands. Ihre CDs werden ebenso vom größten deutschen neonazistischen Musikmagazin „Rock Nord“ beworben und vertrieben und auch Mamas Schatzis aus München haben keinerlei Berührungsängste zur Neonazi Szene. Regelmäßig spielen sie auf RAC (Rock against communsim) Konzerten mit eindeutig rechtsextremen Bands zusammen.


Die Band Iron Fist

Weiter heißt es auf dem Blog Oireszene:
16.10.2010: “Flash”/Belzig (Brandenburg): Eigentlich sollte da der zweite Teil der “Oi! Back in town“-Reihe zusammen mit den rechtsoffenen Grauzonenbands „Gerbenok“ und „Taktschlag“ stattfinden. Aus uns unbekannten Gründen fand das Konzert jedoch nicht statt..

Skinheads? Grauzone?

Die Skinheadszene bildete sich Ende der 60er in Großbritannien. Eines ihrer Markenzeichen war das Bewusstsein ein Teil der Arbeiterklasse zu sein. Schlägereien und exzessiver Alkoholkonsum gingen jedoch nicht mit Rassismus einher. Viele der Skinheads verstanden sich mit Einwanderern aus der Karibik. Man hörte Ska und Reggae. Eine Szene, die in ihren Ursprüngen also nicht mit Rechtsradikalen gemein hat. Nichtsdestotrotz übernahmen in England wie in Deutschland immer mehr Neonazis den Kleidungsstil. In Deutschland konnte innerhalb der letzten 10 Jahre vor allem die diffusunpolitische Grauzonenbewegung fußfassen. Es enstand eine neue Form der Toleranz gegenüber rechtsoffenen bis klar rechten KonzertbesucherInnen mit Thorshämmern, über RAC-Glatzen im stylischen 80er Jahre Gewand bis hin zu Thor Steinar tragenden, rechten Prolls. Der Übergang von „unpolitisch“, „patriotisch“ bis zu „nationalistisch“ ist fließend. In der Grauzone tummeln sich sowohl „Un- bzw. Apolitische“ Skinheads als auch Rechtsextreme, die somit die Gelegenheit haben neue Rekrutierungsfelder zu erschließen .

Und in Belzig….

ist die Verbrüderung schon längst vollzogen. Bereits 2007 jagten Punks, Skinheads und Neonazis alternative Jugendliche nach der Eröffnung des Seecafés. Es fallen Parolen wie „Rotfront verrecke“.Weiter kam es in Internetforen zu Gewaltaufrufen gegen vermeintliche Antifaschisten aus Belzig. Was mit Sternburgbier am Busbahnhof oder im Pogo begann, ist heute eine manifestierte Querfront, welche sich neben den Hass auf Antifaschisten auch aus einem irrationalen Hass auf Israel speist wie eindrucksvoll am Belziger Gymnasium gezeigt wurde.

Unpolitisch ist das alles schon lange nicht mehr und so brodelt unter dem Banner „Love Music- Hate Politics“ in Belzig der braune Sumpf.

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